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Als Freiberufler sind Sie einkommen- und umsatzsteuerpflichtig. Hier sind einige Besonderheiten zu beachten.

Umsatzsteuer

Honorar für Tätigkeiten, die keine therapeutische Leistung beinhalten, z. B. Gutachten für Pflege- oder Rentenversicherung, Sporttauglichkeit, Führerschein oder kosmetische Eingriffe, ist grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig (Mehrwertsteuer).

Die Umsatzsteuer beträgt 19 % des Rechnungsbetrages.

Überschreiten Ihre nicht therapeutischen Leistungen im Jahr die Summe von 17.500,00 € nicht, können Sie von der  Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen und brauchen die Umsatzsteuer nicht in Rechnung stellen.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie die nicht therapeutischen Einnahmen mit „NT“ kennzeichnen
Wir verbuchen diese gesondert und geben Ihnen rechtzeitig Hinweise, sollte die Grenze überschritten werden.


Einkommensteuer

Bisher sind Sie es gewohnt, dass die Lohnsteuer monatlich von Ihrem Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird. Im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung erhalten Sie  Steuererstattungen oder Sie müssen Steuern nachzahlen.

Als Selbstständiger haben Sie Ihre Einkünfte des ersten Jahres selbst zu schätzen und dem Finanzamt mitzuteilen.

Wir errechnen im Rahmen einer Planungsrechnung die voraussichtliche Steuerschuld des ersten und zweiten Jahres, damit von vornherein ein klarer Überblick gegeben ist, welche Gelder das Finanzamt von Ihnen nach Ablauf des ersten Kalenderjahres fordern wird.

Steuerzahlungstermine

Die Termine für die Steuerzahlungen sind nicht mehr monatlich, sondern vierteljährlich jeweils am 10.03., 10.06., 10.09. und 10.12. eines jeden Jahres.

Soweit Sie von uns steuerlich beraten werden, ist die Abgabe der Steuererklärung am Ende des auf das Steuerjahr folgenden Jahres abzugeben.

Dann setzt das Finanzamt für das abgegebene Jahr die Steuern fest und berechnet die Nachzahlung. Gleichzeitig wird für das bereits abgelaufene Folgejahr in gleicher Höhe Steuer festgesetzt und fällig.

Das Finanzamt setzt Vorauszahlungen zum 10.3., 10.6., 10.9. und 10.12. fest. Am folgenden Zahlenbeispiel wollen wir die Systematik verdeutlichen.

Die Steuerschuld im ersten Jahr, Jahr 2011, soll 30.000 €, die Steuerschuld des Jahres 2012 soll 40.000 € betragen. Die Steuererklärung für das Jahr 2011 wird am 31.12.2012 abgegeben, das Finanzamt erlässt einen Steuerbescheid am 28.2.2013 und es ergeben sich dann folgende Steuerzahlungen:

am 28.3.2013 sind insgesamt 70.000 € an das Finanzamt zu zahlen, für den 10.6.2013 wird das Finanzamt eine Vorauszahlung von 7.500 € festsetzen und diese jedes weitere Quartal verlangen.

Mit dem Steuerbescheid für das Jahr 2012, der im Jahr 2014 ergeht, wird dann der Restbetrag von 10.000 € für Jahr 2012 zu zahlen sein und die Vorauszahlungen werden für jedes folgende Quartal auf 10.000 € angehoben.


Finanz- und Steuerplanung

Damit es zu keinem Liquiditätsengpass kommt, ist eine exakte Finanz- und Steuerplanung wichtig. Wir unterstützen Sie mit unseren Auswertungen Gewinnhochrechnungen und Steuerprognosen, die Sie immer im August, Oktober und Januar erhalten. Voraussetzung ist natürlich, Sie liefern uns rechtzeitig die dazu nötigen Daten.

 

Belege für die Steuererklärung

Alle Belege sammeln Sie bitte laufend in einem Ordner und reichen diesen halbjährlich oder jährlich zur Bearbeitung bei uns ein. Dies sind vor allen Dingen Belege über haushaltsnahe  Dienstleistungen, Beitragsbescheinigungen der Versicherungen und der Ärzteversorgung, Spendenquittungen, der Nachweis über gezahlte Quellensteuer (wenn Sie keine Kirchensteuer haben abführen lassen), Nachweis der Kinderbetreuungskosten, außergewöhnliche Belastungen und sonstige Sonderausgaben.

Sie können diese Belege auch monatlich im Rahmen des Postversands der Finanzbuchhal-
tung beilegen, wir sammeln diese dann für die Steuererklärung des Jahres.

Eine beispielhafte Darstellung der „möglicherweise“ benötigten Belege finden Sie auf den folgenden Seiten.